Vo - Formen institutionalisierter Männlichkeit, Dr. Eva Kreisky
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VO: Formen institutionalisierter Männlichkeit

Gastvorlesung an der Universität Klagenfurt, Sommersemester 2004
Eva Kreisky, E-Mail: hannelore.eva.kreisky@univie.ac.at


Einleitung

In dieser Lehrveranstaltung soll es um politische Konstruktionsweisen von Männlichkeit und männliche Konstruktionen von Politik gehen. Staat und Politik folgen nach wie vor der männerbündischen Standardform. Am Beispiel aktueller Phänomene (moderner Staat, neue und alte Kriege, mafiokratische Erscheinungsformen usw.) werden wichtige Institutionalisierungsformen von Männlichkeit bearbeitet.

Termine / Orte

  1. 26.03.2004: 14-19 Uhr, HS B
  2. 27.03.2004:  9-14 Uhr, HS B
  3. 27.05.2004: 15-20 Uhr, HS 7
  4. 28.05.2004:  9-14 Uhr, HS 1
  5. 03.06.2004: 14-19 Uhr, HS 7
  6. 04.06.2004:  8-13 Uhr, HS 1

Programm

Mind-Mapping: Männlichkeit(en)

  1. Warum feministische Männlichkeitsanalyse?
  2. Männer - Männlichkeit(en) - Maskulinismus: Begriffe und ihre Bedeutungen

Repräsentation von Männlichkeit(en)

  1. Filmanalyse am Beispiel von 'The Wild One'

Überblick über sozialwissenschaftliche Theoretisierungen von Männlichkeit(en)

  1. 'Hegemoniale Männlichkeit': R.W.Connell: Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Mönnlichkeiten (insbesondere: Die soziale Organisation von Männlichkeit. 87-107), Opladen 1999

Das Männerbündische als Standardform von Politik und Staat

  1. Video zur Einführung
  2. Das Männerbündische als analytische Kategorie (Eva Kreisky: Der Stoff, aus dem die Staaten sind. Zur männerbündischen Fundierung politischer Ordnung, in: Regina Becker-Schmidt/Gudrun-Axeli Knapp (Hg.), Das Geshlechterverhältnis als Gegenstand der Sozialwissenschaften, Frankfurt/M.-New York 1995, 85-124; dies., Geschlechtliche Fundierung von Politik und Staat, in: Dors Janshen (Hg.), Blickwechsel. Der neue Dialog zwischen Frauen- und Männerforschung, Frankfurt/M. 2000, 167-192)

Untersuchung exemplarischerer Themen- und Problemfelder

  1. Der Staat als Männerbund
  2. Militär als Männlichkeitsmaschine
  3. Mediterrane Männlichkeitskulte (Balkan; vom iberischen zum lateinamerikanischen Machismo)
  4. Mafiotische Männlichkeit (Sizilien; Russland; Bandenkriege)
  5. Management: ein geschlossener männlicher Mikrokosmos
  6. Fußball als Männlichkeitsmodell
  7. Neoliberalismus als maskulines Projekt

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Nachlese

Eine ausführliche Darstellung über 'Konzeptuelle und methodische Grundlagen' findest du hier:
--> Nachlese.pdf (340 Kb)

"Politische Institutionalisierung von Männlichkeit. Konstruierte Männlichkeiten und ihr Einschluß in politische Metaphern und politische Institutionen"
--> skript.pdf (580 Kb)